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Elf Verbände machen gegen Steuern mobil

"Die Presse" vom 12.02.2015

Vermögenssteuern seien Ideen von „Radikalsozialisten“, kritisiert eine neue Vereinigung.

Wien. Man hat alles aufgeboten, was in der Wirtschaft Rang, Namen und politisches Gewicht hat: die Industriellenvereinigung (IV), die Wirtschaftskammer, die Landwirtschaftskammer, den Raiffeisenverband, die Hoteliersvereinigung und sechs weitere Verbände. Der in Österreich einmalige Zusammenschluss hat ein Ziel: das Verhindern von neuen Steuern, vor allem von Vermögenssteuern.

„Das sind Ideen von Radikalsozialisten“, meinte Günter Stummvoll, Sprecher der Plattform und Ex-VP-Staatssekretär, über die Reichensteuer. Solche Steuern würden den Mittelstand gefährden und Arbeitsplätze vernichten. Der Handelsverband warnte vor der Abwanderung hunderter Unternehmen.

Die „Umverteilungsträume von Sozialromantikern“ (Hoteliervereinigung) seien ohne Grundlage, weil Österreich laut Stummvoll schon jetzt „Umverteilungsweltmeister“ sei. Dazu komme die fünfthöchste Abgabenquote aller EU-Staaten.

Eine Steuerreform hielten alle elf Verbände für notwendig, sie dürfe aber „keine Steuerumverteilung“ sein. Österreichs Bürger und Unternehmen brauchten eine echte Entlastung, die durch Einsparungen bei den Ausgaben finanziert werden müsse, so die IV. (red.)

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