Aktuelle Risiken und Chancen von Immobilien im Stiftungsbereich
19. Oktober 2026
EHL Immobilien GmbH
Rathausstraße 1, 1010 Wien
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Privatstiftungen sind Verankerung. Nachhaltigkeit. Innovation.
Stiftungen sind Österreich.
Privatstiftungen binden wertschöpfendes Vermögen in Österreich, verhindern Kapitalabfluss und schaffen zugleich einen attraktiven Rahmen für die Einbringung ausländischen Vermögens in österreichische Stiftungsstrukturen.
Mit ihrem Pluralismus fördern sie Wissenschaft und Kunst, sichern Familienvermögen, erhalten Unternehmen über Generationen, ermöglichen Mitarbeiterbeteiligungen und unterstützen gesellschaftliche sowie gemeinnützige Initiativen.
Privatstiftungen machen Werte wirksam. Rund 3.000 Stiftungen in Österreich stehen für Wissenschaft, Kunst und Wertschöpfung – sie sichern Arbeitsplätze, fördern Innovation und stärken die Stabilität von Familienunternehmen.
Der Österreichische Stiftungsverband vertritt die Interessen der österreichischen Stiftungen, fördert ihre Vernetzung und Weiterentwicklung und setzt sich für verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen ein. Er stärkt den Dialog zwischen Stiftungen, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik und macht die gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung des Stiftungswesens sichtbar. Darüber hinaus informiert und berät der Österreichische Stiftungsverband seine Mitglieder und fördert den Austausch von Wissen und Erfahrungen. Er stärkt Stiftungen als langfristige Träger von Verantwortung, Vermögen und Wertschöpfung und setzt sich dafür ein, ihren Beitrag zur nachhaltigen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung Österreichs weiter auszubauen.
Um Stiftungen auf der Höhe der Zeit zu halten, bedarf es einer umfassenden Modernisierung des Stiftungsrechts
Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere drei Bereiche:
Eine zeitgemäße Ausgestaltung dieser Aspekte trägt dazu bei, Transparenz, Effizienz und Verantwortlichkeit innerhalb von Stiftungen zu erhöhen und deren langfristige Funktionsfähigkeit sicherzustellen.
Dabei sollen die Erfahrungen der letzten drei Jahrzehnte berücksichtigt und die Praxistauglichkeit sowie Zukunftsorientierung der Privatstiftung gewährleistet werden.
2.400 Unternehmensstiftungen
13.200 aktive Unternehmensbeteiligungen
+ 350.000 Arbeitsplätze gesichert
„ Familienunternehmen bilden das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft. Mit dem Rechtsinstitut Privatstiftung verfügen sie über einen wertvollen Rahmen für Nachfolgeregelungen und für den Zusammenhalt der Familie zum Wohle von Mitarbeitern und Unternehmen. Dazu bedarf es umsichtiger Bestimmungen in der Stiftungserklärung, und es bedarf der gesetzlichen Klarstellung, dass für die Besetzung freiwilliger Aufsichtsorgane ausschließlich der Stifterwille maßgeblich ist. Ein wesentliches Ziel des Österreichischen Stiftungsverbandes ist es, die große wirtschaftliche Bedeutung der Österreichischen Privatstiftung in Politik und Gesellschaft stärker ins Bewusstsein zu rücken.
Dr. Barbara Ascher Geschäftsführerin der Feller GmbH
Schriftführerin Österreichischer Stiftungsverband
„ Rudolf Leopold hat mit seiner Sammelleidenschaft über Jahrzehnte die bedeutendste Privatsammlung Österreichs geschaffen und es war sein Wunsch, diese für Österreich so wichtige Sammlung als Ganzes für die Öffentlichkeit zu erhalten. Die Privatstiftung ist dafür das passende Rechtsinstrument: Sie sichert diesen Sammlerwillen dauerhaft ab und bewahrt die Sammlung Leopold ungeteilt und öffentlich zugänglich für kommende Generationen.
Mag. Saskia Leopold Vorstandsmitglied der Leopold Museum-Privatstiftung
Um den Wirtschaftsstandort im internationalen Wettbewerb weiter zu stärken, braucht es gesetzliche Klarstellungen zur Wiederherstellung einer Rechtssicherheit sowie Anpassungen des Stiftungsrechtes. Dabei sollen die Erfahrungen der letzten drei Jahrzehnte berücksichtigt und die Praxistauglichkeit und Zukunftsorientierung des Privatstiftungsgesetzes sichergestellt werden.
Insbesondere soll die „Foundation Governance“ – als übergeordneter Rahmen der Regeln zur Leitung und Kontrolle von Privatstiftungen – als zentraler Baustein im internationalen Wettbewerb der Stiftungsrechtsordnungen optimiert werden.
Die Begünstigten der Nachfolgegeneration, die das wirtschaftliche Risiko tragen, sollen – wieder – durch verbesserte Kontroll- und Einflussmöglichkeiten aktiv und verantwortlich in die Geschicke der Stiftung eingebunden werden können, um Misstrauen und Konflikten innerhalb der Stiftung entgegenzuwirken sowie die Erreichung des Stiftungszwecks zu fördern. Darüber hinaus sollen die gesetzlich zwingend vorgesehenen Organe – Stiftungsvorstand und Stiftungsprüfer – im Sinne einer ausgewogenen und praxistauglichen Governance-Struktur weiterentwickelt werden.
Unternehmen mit Beteiligung einer Privatstiftung sind signifikant resilienter als vergleichbare Unternehmen ohne Stiftungsbeteiligung.
Ein höherer Stiftungsanteil korreliert mit einer längeren Unternehmensbestandsdauer, höheren Eigenkapitalquoten und stabilerer Rentabilität. Im Zeitraum 2019–2023 wiesen Stiftungsunternehmen eine bis zu 45 % geringere jährliche Insolvenzrate, eine stabilere Beschäftigungsentwicklung sowie im Durchschnitt eine um rund 55 % höhere Eigenkapitalquote auf. Damit leisten sie einen messbaren Beitrag zur Stabilisierung von Beschäftigung und gesamtwirtschaftlicher Konjunktur.







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